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Budget 2016: Gemeinde Glarus verfügt über eine insgesamt gute Finanzsituation

Medienmitteilung der Gemeinde Glarus vom 19. Oktober 2015

Die finanzpolitische Ausgangslage der Gemeinde Glarus ist gut. Glarus verfügt über eine gesunde Bilanz, einen tragbaren Fremdkapital-Bestand, ein Pro-Kopf-Vermögen von CHF 1‘766.- und eine durchschnittlich tiefere Steuerbelastung als 2009. Und auch die gemeinderätliche Zielsetzung einer ausgeglichenen Erfolgsrechnung bis 2017 rückt in greifbare Nähe. Die zusätzlichen Entlastungsmassnahmen in den Budgetjahren 2014 und 2015 zeigen Wirkung. Das Budget 2016 sowie der Finanzplan 2017 – 2020 zeigen jedoch auch, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen und der Erhalt einer soliden Finanzlage die Gemeinde weiterhin fordern wird.

Der Gemeinderat legt der Gemeindeversammlung vom 27. November 2015 einen Budgetentwurf 2016 mit folgenden Eckwerten vor:

  • Gesamtertrag        CHF 49'420‘000.-     B2015: CHF 49‘167‘000.-
  • Gesamtaufwand        CHF 49'213’000.-    B2015: CHF 49‘120‘000.-
  • Ertragsüberschuss        CHF 207‘000.-        B2015: CHF 47‘000.-

Gemäss den Richtlinien HRM2 wird für Abschreibungen ein Betrag von CHF 3‘079‘200.- benötigt. Der Ertragsüberschuss vor Abschreibungen (Cashflow) beträgt CHF 3‘286‘792.-. In diesem Betrag sind die Veränderungen der Fonds für Spezialfinanzierungen noch nicht berücksichtigt - effektiv beträgt der Cashflow CHF 2‘691‘642.-.

Für das Jahr 2016 sind Netto-Investitionen von CHF 11‘487‘000.- geplant. Der budgetierte Selbstfinanzierungsgrad liegt bei 23,4%, was einen Finanzierungsfehlbetrag von CHF 8‘795‘000.- zur Folge hat und auf eine noch zu tiefe finanzielle Investitionsfähigkeit der Gemeinde hinweist. Für 2016 sind keine generellen Lohnerhöhungen vorgesehen. Für individuelle, leistungsabhängige Lohnanpassungen 2016 sind CHF 240‘000.- ins Budget eingestellt worden.

Das positive Gesamtresultat im Budgetentwurf des Gemeinderates kommt dank klarer Prioritätensetzung, hoher Ausgabendisziplin aller Gemeindeverantwortlichen und den umgesetzten Entlastungsmassnahmen in den Budgets 2014 bis 2016 zustande.

Die Prognose zum Rechnungsabschluss 2015 lautet ebenfalls positiv. Insgesamt tiefere Aufwände sowie voraussichtlich höhere Einnahmen z.B. im Deponiewesen werden das Jahresergebnis 2015 verbessern. Wenn auch die Steuereinnahmen wie erwartet eintreffen, wird die Gemeinde Glarus 2015 ein positives Jahresergebnis ausweisen können.

Trotz dieser positiven Entwicklung der Zahlen bleiben die finanziellen Herausforderungen in den nächsten Jahren gross. Der für die Jahre 2014 und 2015 von der Landsgemeinde gesprochene Ausgleichsbetrag des Kantons an die Gemeinden von CHF 1‘167‘000.- für entgangene Steuereinnahmen aufgrund des Systemwechsels 2010/2011 entfällt ab 2016. Und um die Investitionstätigkeit besser auf die Entwicklung der Gemeinde ausrichten und den ausgewiesenen Nachholbedarf aufholen zu können, muss die Erfolgsrechnung der Gemeinde weiter entlastet werden. Dazu werden in den kommenden Jahren die Bearbeitung und Umsetzung der Effizienz- und Effektivitätsanalyse sowie die Entlastungsplanung des Gemeinderates beitragen, so dass das Ziel „grün2017“ auch in der Realität erreicht und stabilisiert werden kann.

Aktuell berät die GPK den Budgetentwurf des Gemeinderates, bevor dann die Gemeindeversammlung am 27. November 2015 über das Budget 2016 entscheiden wird. Das Memorial zur Gemeindeversammlung mit den detaillierten Unterlagen zum Budget 2016 erscheint Mitte November 2015.

Detaillierte Informationen zum Budget 2016 und der Finanzplanung 2017 - 2020 finden Sie in folgenden Dokumenten: