Murgang Plängglirunse: Sofortmassnahmen abgeschlossen
Medienmitteilung der Gemeinde Glarus vom 1. März 2016
Am Dienstag, 1. März 2016, hat unter der Leitung der kantonalen Fachstelle für Naturgefahren und in Anwesenheit von Gemeindevertretern und Fachpersonen eine dritte Besichtigung im Felssturzgebiet am Wiggis stattgefunden. Die Plängglirunse kann nach aufwändigen Sofortmassnahmen ihre Schutzfunktion bei Murgängen wieder wahrnehmen.
Die Sofortmassnahmen bezüglich dem mit dem Felssturz am Wiggis vom 12. Februar 2016 im Zusammenhang stehenden Murgang an der Plängglirunse vom 20. Februar sind abgeschlossen. Dies hat eine Baustellenbesichtigung unter der Leitung des Kantons ergeben.
Die Runse ist während einer Woche Arbeit vom Schwemmmaterial und Gehölz befreit worden, die Schutzdämme wurden wieder in Stand gestellt, die Sammler ausgebaggert. Die Sammler und Dämme sind damit ab sofort wieder in der Verfassung, um Ereignisse in den Dimensionen wie am 20. Februar vorgefallen, aufzufangen.
Die Begehung hat im Weiteren ergeben, dass im unmittelbaren Aufprallgebiet des Felssturzes am Fusse des Wiggis weitere Schutzmassnahmen ergriffen werden müssen. Diese können aber erst umgesetzt werden, wenn sich die aktuelle Lage stabilisiert hat. In Folge der momentan tiefen Temperaturen unter der Nullgradgrenze während der Nacht und Tauwetter unter Tags sind auch in nächster Zeit kleinere Steinschläge wahrscheinlich.
Markus Gächter (Spezialist Naturgefahren, Mitte) erläutert Marianne Hefti (DBU), Christian Lüscher (Leiter Hauptabteilung Werkhof/Forst) Stefan Kamm (DBU) und Richard Gisler (Hoheitsförster Revier NO) die Situation vor Ort.
Die bereits am 12. Februar 2016 durch die Gemeinde erstellten und seither kontrollierten Absperrungen sowie das Betretungsverbot im Aufprallgebiet bleiben daher weiterhin aufrecht. Die Lage am Wiggis wird von Fachpersonen weiterhin beobachtet. Für die Bevölkerung besteht nach wie vor keine unmittelbare Gefährdung.