Aus den Beschlüssen des Gemeinderates
Verpflichtungskredit für Investitionen auf den gemeindeeigenen Alpen
Der Gemeinderat möchte weitere Schritte zur baulichen Sanierung der gemeindeeigenen Alpen tätigen, dies gestützt auf die gemeinderätliche Alpstrategie 2020-2030 und auf für die einzelnen Gemeinde-Alpen erstellte Alpkonzepte.
Er genehmigt als einen ersten Schritt einen Verpflichtungskredit (Rahmenkredit) in der Höhe von insgesamt CHF 5 Mio. für bauliche Massnahmen bei der Trinkwasserversorgung und zur Einhaltung der Hygienevorschriften bei der Milchverarbeitung zuhanden der Gemeindeversammlung 1/2020.
Darüber hinaus ist zu einem späteren Zeitpunkt in einem zweiten Schritt ein Verpflichtungskreditbegehren an die Gemeindeversammlung über CHF 4.5 Mio. zur Umsetzung von Massnahmen in den Bereichen Gewässer- und Tierschutzvorschriften auf den Alpen vorgesehen.
Alle weiteren Investitionen, die im Moment rechtlich nicht zwingend notwendig sind, werden zurückgestellt und erst ab dem Jahr 2030 weiterverfolgt. Es handelt sich dabei um Massnahmen in der Infrastruktur für das Personal, bei den Gebäuden und in der Erschliessung. Zum heutigen Zeitpunkt werden diese Massnahmen auf insgesamt rund CHF 7.5 Mio. geschätzt.
Informatik der Volksschule: Verpflichtungskredit zur Erneuerung der Netzwerkinfrastruktur und Anschaffung einer Software-Plattform
Der Gemeinderat befürwortet die Erneuerung der Netzwerkinfrastruktur an den Schulstandorten und die Anschaffung der Bildungssoftware "Office 365 Education". Er genehmigt einen entsprechenden Verpflichtungskredit von CHF 290'000.00 (einmalige Kosten) und von CHF 92'000 (jährlich wiederkehrende Kosten) zuhanden der Gemeindeversammlung 1/2020.
Neubesetzung der Baukommission per 1. Mai 2020
Der Gemeinderat hat beschlossen, die Baukommission für den Rest der Amtsdauer 2019-2022 – abgesehen vom Präsidium, welches von Amtes wegen der Vorsteher des Ressorts Bau und Umwelt innehat – mit verwaltungsexternen Personen zu besetzen. Maximal drei Mitarbeitende der Hauptabteilung Bau und Umwelt werden der Baukommission mit beratender Stimme zur Verfügung stehen.
Auf diese Weise wird in der Baukommission eine konsequente Trennung von politischer Führung bzw. externem Beizug von Fachwissen einerseits und beratender Unterstützung durch die Verwaltung andererseits verwirklicht.
Konkret hat der Gemeinderat für den Rest der Amtsdauer 2019-2022 mit Wirkung per 1. Mai 2020 die Baukommission wie folgt besetzt:
- Gemeinderat Hans Peter Spälti, Ressortvorsteher Bau und Umwelt, Vorsitz (von Amtes wegen)
- Rolf Blumer, Unternehmer, Glarus
- Sarah Engler, Dipl. Innenarchitektin HF, Glarus
- Kurt Noser, Architekt, Glarus
- jeweils maximal drei Mitarbeitende der Hauptabteilung Bau und Umwelt wirken mit beratender Stimme mit
Anpassungen an der Organisation von Hauptabteilungen
Gestützt auf eine von der Geschäftsleitung vorgenommene Überprüfung der Aufbauorganisation hat der Gemeinderat beschlossen, die Hauptabteilung Werkhof/Forst zur Hauptabteilung Wald und Landschaft umzubenennen.
Auf der Grundlage dieses gemeinderätlichen Entscheides hat die Geschäftsleitung daraufhin diverse Umsetzungsentscheide gefällt. Insbesondere werden die Abteilungen Werkhof und Tiefbau neu in der Hauptabteilung Bau und Umwelt zusammengeführt. Die bisherige Abteilung Werkhof wird in "Unterhaltsdienst" umbenannt.
Die Reorganisation der Hauptabteilungen erfolgt schrittweise ab sofort und soll im Verlauf des Jahres 2021 abgeschlossen sein.
Behebung der Gefahrensituation am Butzichopf, Netstal
Im vergangenen Jahr wurden oberhalb des Bergwanderwegs Netstal-Auerenalp beim Butzichopf ein loses Felspaket, grössere Felsrisse und loses Gesteinsmaterial entdeckt. Hierzu tätigte die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der kantonalen Abteilung Wald und Naturgefahren eingehende Abklärungen. Gestützt darauf gewährt der Gemeinderat zur Behebung der Gefahrensituation (Felsräumung, Sprengung, Wegräumung und -instandstellung) eine Kreditüberschreitung von CHF 30'000. Der Gemeinderat rechnet mit der Wiedereröffnung des gesperrten Wanderwegabschnittes im Verlauf des Jahres 2020.
Arbeitsvergabe baulicher Strassenunterhalt ausserhalb Siedlung Glarus 2020
Der Gemeinderat vergibt den Auftrag für den baulichen Strassenunterhalt ausserhalb des Siedlungsgebiets in der Höhe von rund CHF 365'000 an die Walter Hösli Strassenbau AG, Glarus.
Arbeitsvergabe baulicher Strassenunterhalt innerhalb Siedlung Glarus 2020
Der Gemeinderat vergibt den Auftrag für den baulichen Strassenunterhalt innerhalb des Siedlungsgebiets in der Höhe von rund CHF 310'000 an die Walter Hösli Strassenbau AG, Glarus (Anteil der Gemeinde: rund CHF 280'000).
Katrin Egger vertritt die Interessen der Glarner Gemeinden im operativen Ausschuss des Vereins Metropolitanraum Zürich
Der Verein Metropolitanraum Zürich fördert die Zusammenarbeit zwischen Kantonen, Städten und Gemeinden, die durch wirtschaftliche Verflechtungen und Pendlerströme in enger Verbindung mit Zürich stehen. Der Glarner Kantonshauptort ist Teil dieses Raums und seit 2015 Mitglied des Vereins Metropolitanraum Zürich. Nun wurde Katrin Egger, Projektleiterin Entwicklung Innenstadt bei der Gemeinde Glarus, vom Metropolitanrat in den operativen Ausschuss des Metropolitanraumes gewählt.
Funktionale Räume gewinnen im In- und Ausland an Bedeutung. Immer mehr Herausforderungen lassen sich nur bewältigen, wenn über politisch-territoriale Grenzen hinweg zusammengearbeitet wird. Gerade stark verdichtete Ballungsräume eines Metropolitanraumes wie Zürich müssen das zukunftsorientierte und vernetzte Planen von Räumen vorantreiben.
2009 wurde der privatrechtlich organisierte Verein "Metropolitanraum Zürich" gegründet. Die Metropolitankonferenz Zürich als oberstes Organ des Vereins fördert die Zusammenarbeit zwischen Kantonen, Städten und Gemeinden in einem grossstädtisch geprägten Raum. Sie bietet eine Plattform für den Informationsaustausch zwischen Kantonen und Gemeinden, realisiert Projekte in den Handlungsfeldern Lebensraum, Verkehr, Gesellschaft und Wirtschaft und setzt sich auf Bundesebene für die Anliegen des Metropolitanraums Zürich ein. Ziel des Vereins ist die Förderung der Lebensqualität sowie die Stärkung des Metropolitanraums Zürich als national und international herausragender Wirtschaftsstandort. Voll-Mitglieder sind die Kantone Aargau, Thurgau, Schaffhausen, Schwyz, St. Gallen, Zug, Zürich und Luzern sowie rund 120 Städte und Gemeinden aus dem Metropolitanraum Zürich. Der Kanton Glarus ist assoziiertes Mitglied. Die Gemeinde Glarus ist seit 2015 Mitglied, die Gemeinden Glarus Nord und Glarus Süd sind im letzten Jahr beigetreten.
Der operative Ausschuss (OPA) des Vereins bereitet Entscheidungsgrundlagen zuhanden des Metropolitanrats und der Mitgliederversammlung vor. Er besteht aus rund zehn Kaderleuten, die aus verschiedenen Verwaltungen der Mitgliederkantone resp. -gemeinden kommen. Zudem werden Mitglieder des operativen Ausschusses in die Leitungen der vier Handlungsfelder delegiert.
Ende Januar wurde Katrin Egger als Delegierte der drei Glarner Gemeinden durch den Metropolitanrat einstimmig in den OPA gewählt. Da sie sich seit bald fünf Jahren mit der Entwicklung der Gemeinde Glarus sowie gemeindeübergreifenden Standortförderungsthemen beschäftigt, freut sie sich besonders auf ihre Arbeit im OPA: "Als Glarnerin kann ich im OPA die Anliegen einer immer wichtiger werdenden ländlichen Region des Metropolitanraums einbringen. Die "Glarner Bodenhaftung" kommt dabei bei den Mitgliedern des OPA besonders gut an", schmunzelt sie. Egger nimmt mit ihrer Wahl den Platz von Rolf Hürlimann aus Schwanden ein, der während zehn Jahren als Ressortsekretär für den Bereich Bau, Verkehr, Umwelt der Stadt Rapperswil-Jona auch eine Glarner Sichtweise im OPA vertreten hat. Rolf Hürlimann schied infolge Pensionierung aus dem OPA aus.
Der Gemeinderat wünscht Katrin Egger viel Erfolg, Erfüllung und Freude an der Mitarbeit im OPA.
Weitere Informationen zu den thematischen Schwerpunkten im Metropolitanraum und zu seinen Organen sind unter www.metropolitanraum-zuerich.ch einsehbar.