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Legislaturplanung 2027–2030

Der Gemeinderat erarbeitet die Legislaturplanung für die Jahre 2027–2030. Der Entwurf vom Mai 2026 wurde der Bevölkerung am öffentlichen Anlass vom 18. Juni 2026 vorgestellt. Zusätzlich bestand die Möglichkeit, über ein Online-Formular Rückmeldungen und Anregungen einzureichen.

Der Gemeinderat hat die eingegangenen Rückmeldungen und Anregungen geprüft und den Entwurf daraufhin überarbeitet. Er beantragt bei der Gemeindeversammlung 2/2026 vom Freitag, 27. November 2026, die nachstehende Legislaturplanung 2027–2030 zur Genehmigung.

Detaillierte Legislaturplanung 2027–2030 (Version August 2026)

SCHWERPUNKT 1 

Ziel 1: Wir nutzen und entwickeln Boden und Liegenschaften sinnvoll.

  • Eine Nutzungs- und Veräusserungsstrategie für die gemeindeeigenen Böden und Liegenschaften ist festgelegt.
  • Ein Absenkpfad bis 2050 für gemeindeeigene Liegenschaften ist erarbeitet.
  • Ein Reglement zur Nutzung des öffentlichen Grundes ist erstellt.

Ziel 2: Wir stärken gemeinsam Partizipation, Engagement und das gesellschaftliche Leben für die Entwicklung der Gemeinde.

  • Die Mitwirkung bei kommunalen Entscheidungen ist gestärkt.
  • Attraktive Rahmenbedingungen für die vermehrte Teilnahme der Stimmberechtigten an politischen Prozessen sind geschaffen.
  • Lokales Engagement ist in geeigneter Form unterstützt.
  • Bestehende Räume und Plattformen stehen der Bevölkerung leicht zugänglich für Begegnungen zur Verfügung.

Ziel 3: Wir entwickeln Mobilität und Parkierung bedarfsgerecht weiter.

  • Der Raum Bahnhof Glarus – Linthsteg – Ennentbühls ist als zusammenhängender Mobilitäts- und Freiraum weiterentwickelt. Die Gemeinde nutzt ihre Bauvorhaben als Chance, attraktivere Voraussetzungen für den Langsamverkehr zu schaffen.
  • Das bisherige Parkierungskonzept ist punktuell optimiert und die Angebote für die Quartierparkierung sind angepasst.
  • Die Parkierungsregelungen sind in allen Ortsteilen umgesetzt und Sicherheitslücken im ruhenden Verkehr sind geschlossen.

Ziel 4: Wir fördern den Naturschutz und treffen Massnahmen gegen gesellschaftliche und technische Gefahren sowie Naturgefahren.

  • Der Hochwasserschutz beim Projekt «Sichere Linth» und bei der Butzirunse ist vorangetrieben.
  • Die Gemeinde ist durch ein vorausschauendes Gefahren- und Krisenmanagement auf ausserordentliche Lagen vorbereitet und bleibt handlungsfähig.
  • Ein Konzept zur Neophytenbekämpfung ist erstellt und wird umgesetzt.

SCHWERPUNKT 2 

Ziel 1: Wir stärken die frühe Kindheit als Grundlage für Chancengerechtigkeit und Bildungserfolg.

  • Ein Konzept «Frühe Kindheit» ist erarbeitet und wird umgesetzt.
  • Unser Angebot für Kinder in der frühen Kindheit und deren Erziehungsberechtigte ist erweitert.
  • Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Einrichtungen im Bereich der frühen Kindheit ist gestärkt.

Ziel 2: Wir entwickeln die Qualität und Zukunftsfähigkeit unserer Schule weiter.

  • Die neue Bildungskommission hat sich als wirkungsvolles strategisches Gremium etabliert.
  • Aus der Vision «Schule Glarus 2030+» sind konkrete Massnahmen erarbeitet und umgesetzt.

SCHWERPUNKT 3 

Ziel 1: Wir steuern die finanziellen Ressourcen.

  • Grossprojekte sind priorisiert.
  • Eine Finanzierungsstrategie ist entwickelt und ein langfristiger Aufgaben- und Finanzplan ist erstellt.

Ziel 2: Wir regeln die Schnittstellen zwischen der Gemeinde und den tb.glarus zukunftsfähig.

  • Die Werkordnung und der Konzessionsvertrag mit den tb.glarus sind überprüft und hinsichtlich Schnittstellen, Zuständigkeiten und Finanzierungsregelungen weiterentwickelt.
  • Die strategischen Zielsetzungen der Gemeinde sowie die Grundlagen und Aufträge der tb.glarus sind auf die kommunale Energieplanung abgestimmt.

Ziel 3: Die Attraktivität von Glarus als Einkaufs-, Freizeit- und Aufenthaltsort ist gestärkt.

  • Massnahmen zur Generierung von Besucherinnen und Besuchern sind festgelegt und werden mit Unterstützung des Vereins Glarus Service umgesetzt.
  • Leerstände sind bewirtschaftet und reduziert.
  • Das touristische Angebot ist weiterentwickelt.

Ziel 4: Wir arbeiten dienstleistungsorientiert.

  • Ein Massnahmenkatalog zur Implementierung der Vision und der Werte der Gemeinde Glarus ist umgesetzt.
  • Die Prozesse und die Organisationsstruktur sind effizient organisiert.
  • Arbeitsleistungen werden mittels einer positiven internen Kultur und guter Arbeitsbedingungen gefördert.
  • Leitplanken für einen sicheren und vertrauenswürdigen Einsatz der Künstlichen Intelligenz (KI) sind geschaffen sowie konkrete Einsatzmöglichkeiten praktisch getestet.