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Information der Bevölkerung über Wiggislawinen in Netstal

Der Naturgefahrendienst der Gemeinde Glarus appelliert an die Bevölkerung, sich über das Gefahrenpotenzial der Wiggislawinen zu informieren. Ein Merkblatt mit wichtigen Informationen ist auf der Website der Gemeinde verfügbar.

Die Installation der App Alertswiss vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) wird für den frühzeitigen Empfang von Warnmeldungen empfohlen.

Aufgrund unterdurchschnittlicher Schneemengen ist die aktuelle Lawinen-Gefahrensituation in Netstal entspannt. Bei grosser Lawinengefahr ist das Dorf Netstal jedoch potenziell von Lawinen betroffen, die vom Wiggis abgehen können. Kleine ungefährliche Lawinen können jeden Winter zahlreich beobachtet werden. Gefährlich für das Siedlungsgebiet sind sehr grosse Staublawinen. Diese selten vorkommenden, sehr grossen Staublawinen, können Zerstörungspotential aufweisen und für ungeschützte Personen im Freien, insbesondere durch herumwirbelndes Material wie Holz, Steine oder Ziegel, gefährlich sein.

Viele ortskundige Einwohnerinnen und Einwohner von Netstal sind mit der Lawinengefahr vertraut und wissen damit umzugehen. Zuzügerinnen und Zuzügern, Arbeitnehmenden, Pendlerinnen und Pendlern sowie vielen anderen Personen im Gefahrengebiet ist die Lawinengefahr jedoch wenig bis gar nicht bekannt.

Das Merkblatt «Lawinengefahr in Netstal» ist auf der Website der Gemeinde Glarus > Wiggis-Lawinen – Gemeinde Glarus. Im Ereignisfall besteht für alle die Möglichkeit, Meldungen/Warnungen auf der App Alertswiss vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) zu empfangen. Eine vorzeitige Installation ist empfehlenswert, da über Push-Nachrichten gewarnt wird.

Auf diesen Winter hin wurden präventive Massnahmen ergänzt und neue Absperrvorrichtungen bei Schlöffeli und Gässli installiert. Diese ermöglichen ein rasches und effizientes Schliessen der Zugänge in das Gefahrengebiet Hof, Hinter Allmeind, Weid bei heiklen Lawinensituationen. Der Lawineninterventionsplan sieht für extreme Lawinenereignisse vor, dass verschiedene weitere Absperrungen im Siedlungsgebiet aufgestellt werden. In ganz extremen Fällen sind sogar Evakuationen denkbar.

Der Naturgefahrendienst und seine Aufgaben sind auch im Fokus der aktuellen Podcast-Folge der Gemeinde Glarus einzigartig vielseitig: hier direkt hineinhören.

Neue Absperrvorrichtungen sind seit kurzem bei Schlöffeli und Gässli installiert. Diese ermöglichen ein rasches und effizientes Schliessen der Zugänge in das Gefahrengebiet Hof, Hinter Allmeind, Weid bei heiklen Lawinensituationen. (Quelle: Gemeinde Glarus)