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Kosten

Gemäss aktuellem Planungstand belaufen sich die Kosten für die Umsetzung des Hochwasserschutzprojekts auf rund 40 Millionen Franken (Kostenschätzung +- 20%). Dabei kann mit Kantons- und Bundesbeiträgen von 65% (Bund 35 %, Kanton 30%) der Gesamtkosten gerechnet werden. Voraussetzungen für die Beitragszusicherung des Bundes sind die Erfüllung sämtlicher Bundes-Anforderungen, das Vorliegen aller kantonalen Bewilligungen sowie der Finanzierungsnachweis (Finanzierungsbeschluss) der Gemeinde und des Kantons (Kantonsbeitrag).

Für die Finanzierung der verbleibenden Restkosten sieht die kantonale Gesetzgebung über die Wuhrpflicht und die Offenhaltung der Gewässer (189 ff. EG ZGB) eine angemessene Beteiligung sämtlicher Nutzniesser/innen von Hochwasserschutzmassnahmen vor. Im sogenannten Perimeterverfahren werden der Kreis der Beitragspflichtigen und die Höhe der Beiträge, bemessen an der Grösse und dem Wert der Grundstücke und deren Bauten bestimmt. Die Verordnung zum Hochwasserschutz der Gemeinde Glarus regelt die Umsetzung des übergeordneten Rechts auf kommunaler Stufe und somit auch die Finanzierung von Hochwasserschutzmassnahmen. Für das Hochwasserschutzprojekt sichere Linth sind rund 1‘100 Grundstücke beitragspflichtig und in einem sogenannten Veranlagungsverfahren miteinzubeziehen.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich der Finanzierung von Hochwasserschutzmassnahmen könnten sich in den nächsten Jahren verändern. So könnte beispielsweise die Einführung eines kantonalen Wasserbaugesetzes neue Bestimmungen zur Finanzierung mit sich bringen. Die möglichen Auswirkungen sind zum heutigen Zeitpunkt noch nicht voraussehbar. Zurzeit hat sich das Projekt nach den heute geltenden Rechtsgrundlagen zu richten.