Direkt zum Inhalt springen

Natürliche Funktionen Wiederherstellen

Natürliche Flussräume und eine grosse Vielfalt an Tieren und Pflanzen sind kaum mehr zu finden. Natürliche Flüsse zählen zu den artenreichsten Lebensräumen. Das Wasser und die Ufer bieten unzähligen einheimischen Tieren und Pflanzen ein Zuhause. In strukturreichen Gewässern finden Fische Schutz vor Feinden, scheinbar karge Ufer und Kiesinseln sind ein Zuhause für spezialisierte einheimische Pflanzen und Magnete für Insekten, wie Libellen oder Schmetterlinge, aber auch für Vögel.

Die möglichst naturnahe Gestaltung des Gewässerraums und die Wiederherstellung natürlicher Funktionen des Gewässers ist ein gesetzlicher Auftrag und deshalb eine zwingende Anforderung für das Projekt «Sichere Linth». Aufgrund des Charakters der Linth als dynamischer Gebirgsfluss und dem verfügbaren Raum ist eine vollständige Rückkehr zum natürlichen Zustand jedoch nicht möglich. Insbesondere der natürlichen Dynamik in den Uferbereichen (Ufererosion) sind Grenzen gesetzt. Dennoch muss das Potential für die ökologische Aufwertung für Tiere und Pflanzen bestmöglich genutzt werden.

Die Massnahmen zur ökologischen Aufwertung sind auch als Kompensation zu den «härter und gerade gestalteten» Uferbauwerken in den kanalisierten Flussabschnitten zu verstehen. Diese Kompensation ist, basierend auf gewässerschutzrechtlichen Bestimmungen, notwendig, damit das Projekt überhaupt bewilligungsfähig ist und von Bund und Kanton finanziell unterstützt wird.

Linthabschnitte mit naturnahem Charakter sind kaum mehr vorhanden / wenig beeinträchtigter Abschnitt zwischen Ennenda und Mitlödi
Die Wasseramsel ist eine der wenigen Arten, die sich an der Linth noch wohl fühlt und häufig gesichtet wird. (Quelle: NABU)
Der Eisvogel hingegen ist an der Linth kaum mehr zu sehen. Neben Fischen, Amphibien, Reptilien würden auch zahlreiche heimische Vogelarten vom Projekt «Sichere Linth» profitieren.(Quelle: NABU)
  • Seeforellen / Der Forellenbestand in der Linth ist besonders unter Druck aufgrund fehlender Lebensräume (Quelle: Matthias Meyer)