Ertragsüberschuss in der Jahresrechnung 2019 der Gemeinde Glarus
Medienmitteilung der Gemeinde Glarus vom 4. Mai 2020
Wiederholt weist die Gemeinde Glarus mit einem Ertragsüberschuss von CHF 333'904 ein positives Jahresergebnis aus. Eine umsichtige Ausgabenplanung sowie höhere Steuererträge gegenüber dem Vorjahr und dem Budget stärken die finanzielle Ausgangslage für die künftige Gemeindeentwicklung.
Bei einem Gesamtertrag von CHF 65.92 Mio. (Vorjahr: CHF 52.62 Mio.) und einem Gesamtaufwand von CHF 65.59 Mio. (Vorjahr: CHF 52.08 Mio.) beträgt der Ertragsüberschuss CHF 333'904 (Vorjahr: CHF 534'390). Der hohe Unterschied des Gesamtertrages und des -aufwands gegenüber dem Vorjahr lässt sich insbesondere auf Buchgewinne und -verluste infolge
einer im Jahr 2019 durchgeführten Neubewertung aller Liegenschaften im Finanzvermögen zurückführen.
Höherer Steuerertrag, tieferer Personal-, Sach- und Betriebsaufwand
Das gute Ergebnis ist unter anderem zurückzuführen auf den um rund CHF 2.0 Mio. höher als budgetierten Steuerertrag von CHF 37.01 Mio. Der Personalaufwand 2019 von CHF 25.90 Mio.) fällt gegenüber dem Vorjahr um CHF 230'000 höher aus, liegt aber um CHF 518'000 unter dem Budget. Auch der Sach- und übrige Betriebsaufwand liegt mit CHF 10.53 Mio. um CHF
440'000 unter dem Budget. Während im Vergleich zum Budget beim Material- und Warenaufwand (CHF -170'000), bei den Dienstleistungen und Honoraren (CHF -260'000) sowie beim baulichen Unterhalt (CHF -340'000) Einsparungen erzielt werden konnten, entstanden bei der Ver- und Entsorgung (CHF +230'000) sowie beim Unterhalt der Mobilien und immateriellen Anlagen (CHF +230'000) Mehraufwände.
Mittlere Investitionstätigkeit
Die im Jahr 2019 realisierten Netto-Investitionen belaufen sich auf CHF 5.9 Mio. Die zwei grössten Einzel-Positionen sind mit netto CHF 2.25 Mio. die Gesamterneuerung der Schule Netstal und mit CHF 0.41 Mio. der bauliche Unterhalt der Strassen und Plätze. Die Gemeinde hat im Rechnungsjahr 2019 41% aller budgetierten Investitionen getätigt. Die restlichen 59 %
der budgetierten Investitionen wurden entweder als Übertragungskredite ins Jahr 2020 verschoben, die Investitionen fielen tiefer aus als budgetiert oder auf die Investitionen wurde verzichtet. Mit einem Investitionsanteil von 13.0% (Vorjahr: 17.5%) wurde wiederum eine mittlere Investitionstätigkeit erreicht. Sämtliche Nettoinvestitionen konnten aus eigenen Mitteln und somit ohne Neuverschuldung finanziert werden. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 111.0% (Budget: 30.3%, Vorjahr: 93.1%).
Investitionen zugunsten der Gemeindeentwicklung
Die Gemeinde Glarus befindet sich in einer Umsetzungsphase. Die seit dem Jahr 2016 in die Wege geleitete stärkere Investitionstätigkeit ist zentral für die künftige Entwicklung der Gemeinde. Einige Grossprojekte sind noch nicht abgeschlossen, diese werden im Geschäftsjahr 2020 weiter umgesetzt. Beispiele dafür sind die Erneuerung der Primarschulanlage Netstal sowie der Anschluss weiterer Gemeinde-Liegenschaften an die neu entstehenden Wärmeverbünde, welche durch die tb.glarus geplant und realisiert werden. Weitere Projekte in den Bereichen Schul- und Sportanlagen, Strassenbauten, Arealerschliessungen, Abwasserinfrastruktur, Hochwasserschutz und Substanzerhalt der öffentlichen Infrastruktur werden folgen. Glarus kann sich diesen fortschrittlichen Weg leisten, ohne dabei die eigene finanzielle Leistungsfähigkeit zu überschreiten.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick finden Sie im folgenden Dokument: Die wichtigsten Zahlen im Überblick [pdf, 221 KB]