Persönlich

marcbirrer_original.jpg

Von Motos und Autos

Marc Birrer ist zufällig in den Sport «Supermoto» hineingerutscht. Heute reist er regelmässig ins Ausland, um zu trainieren.

Von Angelika Tanner

«Lärm, Dreck, Abgase – in der Schweiz gibt es viele Vorurteile». Marc Birrer listet auf, warum viele Menschen den Sport «Supermoto» nicht mögen – oder warum sie denken, sie würden ihn nicht mögen. Birrer fährt seine Supermoto, den Motocross-Töff mit Strassenpneus, seit fünf Jahren. Er findet: «Klar gibt es Abgase und es ist ein bisschen laut. Aber es ist eine sehr spannende Sportart; die Rennaction, die Zweikämpfe, die Gemeinschaft der Zuschauer …» Es lohne sich für jeden, bei einem Rennen zuzuschauen.
Bald steht für Birrer das nächste Rennen auf dem Programm. Im Hoch-Ybrig im Kanton Schwyz finden Ende Juni die Supermoto-Schweizermeisterschaften statt. Die Strecke besteht jeweils aus zwei Drittel Asphalt und einem Drittel Offroad. Da es in der Schweiz keine fixe Supermoto-strecke gibt, muss sie an jedem Schweizer Rennen auf- und wieder abgebaut werden.
Um zu trainieren, muss Birrer ins Ausland reisen. Mindestens alle zwei Wochen trainiert er in Italien. Rund um Mailand gäbe es einige Strecken, erklärt er. Er findet dies «schon ein bisschen mühsam», diese Reise von Glarus nach Mailand. Es sei umständlich und koste. «Aber man will ja besser werden.» Neben dem regelmässigen Training auf den italienischen Supermotostrecken betreibt er Fitness. Der Sport sei sehr anstrengend, sagt er. Man müsse körperlich fit sein.
Ursprünglich war er «einfach so hineingerutscht» in den Sport. Sein Bruder fuhr Supermoto, nahm allerdings nie an Rennen teil. Da kaufte sich Birrer auf der Verkaufsplattform Ricardo ebenfalls eine Supermoto, um das selber einmal auszuprobieren. Durch seinen Verkäufer, selber ein Fahrer in der besten Rennkategorie, begann er, Kontakte zu knüpfen und sich mit dem Sport anzufreunden.
Auch heute geniesst Birrer die Zeit, die er mit seinen Fahrkollegen verbringt. Es gefällt ihm, schnell zu fahren und sich mit seinen Kollegen zu messen. «Während des Fahrens muss man sich ganz auf die Strecke konzentrieren. Wenn andere Gedanken Platz haben, ist man nicht voll bei der Sache.»
Im Mai vor einem Jahr hatte Birrer einen Unfall. Sein Fahrzeug war in einer Offroadkurve in einer Schneise zwischen zwei Fahrspuren hängen geblieben. Dabei spickte Birrer nach vorne und bei der Landung fiel ihm seine Supermoto auf das Bein, sodass er sein Knie überdehnte und das Kreuzband riss. «Es wurde am 6. Juli operiert und dann war alles wieder gut», erinnert er sich genau. «Ein bisschen merke ich die Verletzung noch heute», gibt der 30-Jährige dann aber zu. Beim Fahren bereite ihm sein Knie jedoch keine Probleme. Angst vor einem erneuten Unfall hat er nicht. «Es kann immer etwas passieren», findet er. «Es war von Anfang an klar, dass ich nach dem Unfall weiterfahren würde.»
Seine Freizeit verbringt Birrer mit seinem Auto, einem VW Golf II. Vor ein paar Jahren haben er und ein paar autobegeisterte Kollegen einen Auto-Club gegründet. Die Freunde sitzen gemütlich zusammen und basteln an ihren VWs und Audis, um sie aufzupeppen. Sie wechseln die Felgen, setzen das ganze Auto tiefer, lackieren es oder ändern die Innenausstattung.
Früher gingen die Freunde regelmässig an VW-Audi-Treffs, um ihre aufgepeppten Autos vorzuführen – heute nicht mehr. Birrer unternimmt höchstens noch Reparaturen an seinem Golf, denn in den letzten Jahren hat seine Supermoto immer mehr Zeit beansprucht. Im Winter bei Schnee reist er sogar manchmal nach Spanien, um trainieren zu können. Sein Wunsch für die Zukunft ist, besser zu werden und aufzusteigen, weg aus der Einsteigerkategorie.

Persönliches

Vorname, Name
Marc Birrer
Alter, Sternzeichen
30, Widder
Wohnort
Glarus
Beruf
Heizungsmonteur
Interessen und Hobbys
Töfffahren, Autos, Natur
Liebster Ort im Kanton und in der Welt
Klöntal
Lieblingsessen
Spaghetti
Lieblingsmusik
EDM (Electronic Dance Music)
Grösstes Anliegen
Dass die Schweizer offener gegenüber dem Supermotosport werden.

 

zurück - Druckversion