SMS von der Alp

Jakob Schnyder nimmt uns mit in seine kleine Welt und lässt uns am Alpsommer auf Aueren per SMS teilhaben.

Liebe Leserinen und Leser!

Am letzten Mittwoch in der Früh war es endlich wieder so weit: Alpfahrt nach Aueren! Für mich das achte Mal. Trotzdem bin ich immer noch ein bisschen nervös zuvor. Wird alles gut gehen auf dem steilen Weg? Habe ich dem Heli am Vortag alles mitgegeben, was ich zum Start in den Alpsommer dringend benötige? Fragen, die die letzte, ohnehin kurze Nacht im Tal noch zusätzlich verkürzen ... 3.45 Uhr, Mittwoch. Der Wecker klingelt. Aufstehen und letzte Pendenzen erledigen. Im Quartier treffe ich nebst Nachbars Katze Momo mit ihrem Glöcklein am Hals noch niemanden an. Morgenstund hat Gold im Mund ... Um 5.15 Uhr gibts noch Kaffee bei meinen Eltern und dann gehts los. Die Nervosität ist den Helfern deutlich anzusehen! Die morgendliche Stimmung im Wald am Fusse von Aueren wird jäh aufgeweckt von dem «Glüüt» der 28 Kühe, die im Eiltempo Richtung Aueren schreiten. Unaufhaltsam wie eine Panzerdivision. Mein Vater ruft noch «Brämsä nützt nüüt, de wirdet dä vunäsälber langsamer» – und so war es auch! Als zirka drei Stunden später die letzten Kühe das Törli zur Alp passierten, war ihnen die Müdigkeit anzusehen! Aber die grössten Strapazen waren überstanden. Alles Vieh und alle Helfer sind gesund in Aueren angekommen. Die Erleichterung ist unbeschreiblich!
Das nächste Mal werde ich von den ersten Alptagen berichten und hoffe, Ihnen über einen guten und spannenden Alpsommerbeginn berichten zu dürfen.

Liebe Grüsse
Jakob Schnyder

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