Interview

Die Spiele können beginnen

OK-Präsident Hans-Jörg Marti im Interview zum Glarner Kantonalturnfest.

Von Beate Pfeifer

Hans-Jörg Marti, Sie sind OK-Präsident des Glarner Kantonalturnfestes in Schwanden am kommenden Wochenende. Was erwartet die Besucher?

Hoffentlich schönes Wetter. (lacht) Das Glarner Kantonalturnfest ist ein interessanter Anlass, sowohl in sportlicher als auch in gesellschaftlicher Hinsicht. Es findet auf einer super Anlage, vor einer wunderbaren Bergkulisse statt. Wir haben grossen Rückhalt bei der Wirtschaft, bei den heimischen Hauptsponsoren GLKB und Service 7000 und in der Bevölkerung. Auch die Unterstützung seitens der Gemeinde Glarus Süd und der Technischen Betriebe ist nicht selbstverständlich. Es wird sicher eine tolle Geschichte.

Wer organisiert das Turnfest?

Wir sind 23 turnende Vereine von Glarus Süd, die den Anlass organisieren, und haben ein tolles OK, wo jeder seinen Job super erfüllt. Rund 550 Helfer und 380 Kampf- und Wertungsrichter werden im Einsatz sein.

Wie viele Teilnehmer werden erwartet?

Rund 3300 Turnerinnen und Turner aus 156 Vereinen aus 18 Kantonen werden dieses Wochenende dabei sein. Das ist gut die Hälfte mehr als das letzte Mal. Damit sind die Anlagen, die wir zur Verfügung stellen können, ziemlich gut ausgelastet. Alle Wettkampfplätze liegen nahe beieinander und sind in wenigen Gehminuten erreichbar.

Was findet wann statt?

Am Freitagnachmittag sind die Spiele Faustball und Volleyball, am Samstag die Vereinswettkämpfe geplant. Am Sonntagmorgen findet der Jugend- und Turncup und der Behindertensport statt. Am Schluss ist dann noch die Rangverlesung.

In welchen Disziplinen werden die Wettkämpfe ausgetragen?

Das ist sehr vielschichtig. Da gibt es Geräte- und Bodenturnen, Gymnastik oder Team-
aerobic. Leichtathleten messen sich in verschiedenen Disziplinen wie Hochsprung, Weitsprung, Pendelstafette, Steinheben und -stossen oder Weitwurf. Für Allroundsportler gibt es Fit- und Fun-Wettkämpfe, einen Mix aus Spiel, Geschicklichkeit und Kraft.

Wie viele Zuschauer erwarten Sie?

Wir gehen von ein- bis zweitausend Zuschauern aus. Das sind vielfach Personen aus dem Umfeld der Sportler, die Glarner Bevölkerung und natürlich Sportbegeisterte.

Wie sieht das Rahmenprogramm aus?

Am Samstagabend gibt es in zwei Festzelten Livemusik. Es spielt die österreichische Topband «Elchos», und es gibt einen Barbetrieb. Im Glarner Zelt wird volkstümliche Musik geboten. Insgesamt werden wir eine sehr gemütliche Atmosphäre haben.

Wie lange haben die Vorbereitungsarbeiten gedauert?

Seit November 2015 sind wir dabei. Weil wir vor fünf Jahren das Turnfest schon einmal organisiert haben, konnten wir manches Konzept aus der Schublade ziehen. Es ist aber wichtig, dass man jeden Prozess nochmals hinterfragt. Das ein oder andere musste modifiziert und angepasst werden.

Was zum Beispiel?

Was sich stark verändert hat, ist der Sicherheitsaspekt. Vor ein paar Jahren hat es beim Eidgenössischen Turnfest ein Todesopfer gegeben. Dadurch sind alle Institutionen sensibler geworden. Es gibt umfassendere, vorsorgliche Massnahmen. Zum Beispiel schaut man heute, wie die Festzelte verankert und gegen Blitzeinschlag geschützt sind. Auch ob Fluchtwege vorhanden sind und Notfallkonzepte vorliegen, wird geprüft. Generell sind die Leute sensibler für Sicherheitsthemen geworden.

Spielen die Terroranschläge im Hinblick auf das Sicherheitskonzept eine Rolle?

Im Hintergrund sicher, aber das ist nicht das Hauptmotiv. Wenn man zum Beispiel ein Evakuierungskonzept hat, ist das sicher nicht nur auf Wetterereignisse, sondern auch auf andere Sachen anwendbar.

Welches ist Ihr persönliches Highlight?

Erst einmal das Turnfest generell. Ein Highlight ist sicher der Behindertensport am Sonntagmorgen. Grundsätzlich freue ich mich auf ein geselliges, fröhliches Fest. Dass wir schönes Wetter haben ist wichtig, und dass es ein friedliches Fest ohne Unfälle oder sonstige Ereignisse wird.

Glarner Kantonalturnfest in Schwanden vom 
16. bis 18. Juni. Weitere Infos: gl2017.ch

 

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